Kuba

Der Mythos Zigarre

In Kuba gibt es vier Hauptanbaugebiete für Tabak. Dieses sind das Vuelta Abajo, Semi Vuelta, Partido und das Vuelto Arriba. Dabei war die Region Vuelta Abajo schon immer die Region mit den besten klimatischen Voraussetzungen. Diese vier Haupttabakanbaugebiete haben sich seit der Kultivierung der Tabakpflanze herauskristallisiert und sich nicht verändert oder verlagert. Die gesamte Tabakanbaufläche im Jahre 2011 in Kuba betrug 16.400 Hektar. Es werden zwei Sorten von Tabakpflanzen kultiviert: die Corojo-Pflanze sowie die Criollo-Pflanze. Der Unterschied der Pflanzen liegt im Geschmack. Während die nicht so intensiv schmeckende Corojo-Pflanze auf Grund ihrer Größe fast ausschließlich für Deck–, Einlage– und Umlageblätter genutzt wird, verwendet man den obersten Teil (Ligero) der kräftigeren und intensiveren Criollo-Pflanze für den inneren Teil einer Zigarre. Die Criollo-Pflanze ist dabei die ursprünglichste Tabakpflanze in Kuba. Für die Tabakgewinnung werden ausschließlich diejenigen Blätter der Pflanze verwendet, welche Blüten haben.

Die Anbausaison beginnt schon im Juni/Juli mit der Bearbeitung der Böden. Dies dient der Sauerstoffzufuhr und fördert die Nährstoffaufnahme der Böden.  Das Saatgut und der Dünger werden vom Staat gestellt. Anfang September beginnt man mit dem Vorzüchten der Samen, bis sie etwa 20 cm groß sind. Danach werden sie in Reihen auf das Feld gesetzt. Nach 45 bis 50 Tagen sind die Pflanzen zwischen einem und zwei Meter hoch. Wichtig bei der Aufzucht von Tabakpflanzen ist das ständige Entfernen der Blüten. (Wikipedia)